Buchrezension #1

In der Corona-Zeit hat sich auch bei meiner Selbständigkeit so einiges verändert und ich musste leider viele Seminare absagen. Durch die neu gewonnene Zeit habe ich aber eine Tätigkeit wieder aufgenommen, die ich früher gerne gemacht habe: Bücher lesen und Rezensionen darüber schreiben!

Ich knüpfe also an, wo ich vor einiger Zeit mit dem Blog judithsmeditationen aktiv war und viele Rezensionen zu Büchern der Sparte Body-Mind-Spirit veröffentlicht habe. Und ich plane nun öfters Bücher mit Bezug zu Achtsamkeit und Meditation, direkt hier auf meiner Website, vorzustellen.

So freue ich mich, heute das erste Buch vorstellen zu dürfen (mit herzlichem Dank an die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar): „Nur wer loslässt, kann auch fliegen“ von Ajahn Brahm und Master Guojun. 

Typisch für die Bücher von Ajahn Brahm ist auch dieses voll von Inspiration, Leichtigkeit und Weisheit. Das Buch ist in zwei Teile aufgebaut: Im ersten berichtet Ajahn Brahm von seinen Erfahrungen im thailändischen Waldkloster und beim Aufbau eines buddhistischen Klosters in Australien. Wir erfahren, wie hart das Leben der Mönche sein kann, die außer ihrer Robe und einer Schale nichts besitzen und auf Almosen aus der Bevölkerung angewiesen sind. Ajahn Brahm versteht es, trotz aller Schwierigkeiten den Humor nie zu verlieren und bringt die Erzählungen mit einer großen Portion Witz.

Im zweiten Teil des Buches erfahren wir von Master Guojuns‘ Werdegang und einigen Herausforderungen auf seinem Weg: Von demütigenden Lehrern und Anschuldigungen gegen seine Person, an denen er schließlich gewachsen und gleichmütiger geworden ist.

Am meisten ist mir persönlich Ajahn Brahms‘ Motivation hängengeblieben, Buddhist zu werden: Er entschied sich für die thailändische Waldtradition, weil diese Mönche am meisten lächelten. Darum bezeichnet er seinen buddhistischen Pfad als Hahayana.

Nur wer loslässt, kann auch fliegen. Buddhistische Lebensweisheit, um Schwierigkeiten gelassen zu meistern

Ajahn Brahm/Master Guojun

Lotos Verlag, 23. September 2019, 176 Seiten