Achtsamkeit am Arbeitsplatz

In der aktuellen VN-Wochenendausgabe vom 18./19.5.2019 ist ein Beitrag erschienen, der meine Arbeit beleuchtet und in dem ich Achtsamkeitsübungen für den Arbeitsplatz zusammengestellt habe. Vielleicht ist auch etwas für Sie dabei, das Ihnen hilft, Stress zu regulieren und Gelassenheit zu erfahren?

Achtsam zur Arbeit
Nehmen Sie auf dem Weg zur Arbeit Ihre Umgebung bewusst wahr und seien Sie nicht schon in Gedanken bei der Arbeit. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, lassen Sie das Autoradio ausgeschaltet und spüren Sie, wie Ihre Hände das Lenkrad berühren und Ihre Füße die Pedale bedienen. Machen Sie an jeder roten Ampel eine kurze innerliche Pause und nehmen Sie wahr, wie Ihr Atem in Sie ein- und wieder ausströmt.

Monotasking statt Multitasking
Machen Sie nur eine Sache zu einer Zeit. Wenn Sie eine Arbeit besonders konzentriert ausüben müssen, schließen Sie Outlook und leiten Sie das Telefon um, sodass Sie nicht von eingehenden E-Mails und Benachrichtigungen abgelenkt sind. Nicht alles muss sofort beantwortet werden und Sie müssen auch nicht in jeder Minute informiert sein über eingehende E-Mails.

Durchatmen vor dem Telefonieren
Halten Sie einen kurzen Moment inne und nehmen einen bewussten Atemzug, bevor Sie den Hörer abheben. Häufig werden wir durch ein Telefonat aus einer Arbeit gerissen und fühlen uns dadurch fremdbestimmt. Eine kurze Atempause hilft, für sich selbst zu sorgen und anschließend fokussiert ins Gespräch zu gehen.

Bewusst in die Besprechung gehen
Wann immer Sie auf dem Weg in eine Besprechung sind, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Gehen selbst und die Empfindungen in Ihren Füßen und Beinen. Meistens sind wir während des Gehensin Gedanken woanders, beispielsweise bei den Themen, die nachher besprochen werden, und nicht in diesem Moment. Achtsames Gehen bringt Sie wieder zurück ins Hier und Jetzt. Dabei müssen Sie nicht extra langsam gehen, sondern einfach die Aufmerksamkeit zu den Fußsohlen lenken.

„Achtsamkeitsreminder“
Stellen Sie sich am Arbeitsplatz eine Erinnerung zum Durchatmen auf – etwa einen Stein oder eine Postkarte. Wenn Sie Ihr Achtsamkeitsobjekt während des Tages ansehen, nehmen Sie kurz wahr, wie es Ihnen gerade geht und nehmen Sie einige bewusste Atemzüge. Wenden Sie sich nach diesem kurzen Check wieder bewusst Ihrer Arbeit zu.

Gedanken loslassen
Macht Ihnen eine erlebte Situation oder ein Gespräch zu schaffen, dann grübeln Sie nicht unnötig lange darüber nach. Lassen Sie die Gedanken ziehen, wie Wolken am Himmel und spüren Sie, wie Ihre Füße fest auf dem Boden stehen oder aufliegen. Wiederholen Sie diese kleine Übung, wann immer belastende Gedanken auftauchen. So trainieren Sie Ihren Geist darin, in den jeweiligen Moment zurückzukehren und nicht Opfer von Stress-Situationen zu werden.  



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